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Kreise: Scholz stockt Förderprogramm für Ladesäulen auf

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Jul 16, 2021
Private Ladesäulen für E-Autos sollen vom Bund mit mehr Geld gefördert werden. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christoph Soeder/dpa/Archivbild)

Das Bundesfinanzministerium stockt ein Programm zur Förderung privater Ladestationen für E-Autos an Wohngebäuden um 300 Millionen Euro auf. Das erfuhr die Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen. Die Finanzierung erfolge aus dem Energie- und Klimafonds.

Die nun zugesagten 300 Millionen Euro seien mehr als die 200 Millionen Euro, die Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Anfang Juli gefordert hatte. Scheuer hatte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, dieses Geld zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage seien die bisherigen Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro aufgebraucht. Mit dem Programm fördert der Bund den Einbau sogenannter Wallboxen.

Die dynamische Antragsentwicklung deute auf einen hohen Bedarf für das Förderprogramm im weiteren Jahresverlauf hin, hieß es in den Regierungskreisen. Ein Regierungsinsider sagte, es sei schon ein bisschen verwunderlich: In den Haushaltsverhandlungen im Juni habe es das Angebot an das Verkehrsministerium gegeben, mehr Geld für Lademöglichkeiten in Wohngebäuden bereitzustellen. Dies habe das Verkehrsministerium aber ausgeschlagen, um dann wenige Wochen später zu rufen: «Hilfe, das Geld ist alle.»

Die Neuzulassungen von Elektroautos sind in den vergangenen Monaten vor allem wegen höherer staatlicher Prämien stark gestiegen. Mehr E-Autos spielen ein wichtige Rolle, damit Klimaziele im Verkehr erreicht werden können.

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, begrüßte die Aufstockung. «Das wird den Ausbau der Elektromobilität beschleunigen und helfen, die Klimaziele zu erreichen.»