Solaranlagen in Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Strom erzeugt. Ihr Anteil an der heimischen Stromerzeugung wuchs von 14 Prozent (2024) auf rund 18 Prozent, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Berlin mitteilte. Damit habe die Photovoltaik die Braunkohle (etwa 14 Prozent) und das Erdgas (rund 16 Prozent) als Energiequelle für Strom überholt.
Das geht nach Angaben des Verbands aus Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor. Die wichtigste Stromerzeugungsquelle ist demzufolge Windenergie mit einem Anteil von 27 Prozent.
Nach der vorläufigen Jahresbilanz erzeugten die mehr als 5,5 Millionen installierten Photovoltaikanlagen im vorigen Jahr rund 87 Terawattstunden Strom. Das waren 15 Terawattstunden mehr als 2024 und erneut ein Höchstwert.
Zwar sei die Stromerzeugung mit Solarmodulen deutlich gestiegen, das Ausbautempo der Anlagen aber nicht mehr gewachsen, teilte der BSW mit. Im Jahr 2025 sei zusätzlich eine maximale Leistung von 17,5 Gigawatt installiert worden, etwa so viel wie im Jahr zuvor. Das reiche nicht, um das gesetzliche verankerte Ausbauziel für das Jahr 2030 zu erreichen.
Bundesnetzagentur bestätigt steilen PV-Anstieg
Die Bundesnetzagentur gab zudem bekannt, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger im vergangenen Jahr in Deutschland um 0,3 Prozentpunkte auf 58,8 Prozent angestiegen sei. Hierbei geht es um die sogenannte realisierte Stromerzeugung, also den in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeisten Strom. Bestimmte Energiemengen – etwa die Erzeugung im Netz der Deutschen Bahn – werden hierbei nicht berücksichtigt.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im vergangenen Jahr 74,1 Terawattstunden aus Photovoltaikanlagen in das Stromnetz eingespeist, was einem Plus von 10,9 Terawattstunden entsprach (plus 17 Prozent). Hierbei ist der Eigenverbrauch der Haushalte mit Solaranlagen auf ihren Dächern bereits abgezogen – wenn etwa das Elektroauto in der Garage aufgeladen wird und dafür der Strom der eigenen Solaranlage genutzt wird.
