• Mo. Jun 24th, 2024

Träger Wochenstart im Dax bei dünnem Pfingsthandel

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fredrik von Erichsen/dpa)

Der offenbar beigelegte Streit um eine Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA hat dem deutschen Aktienmarkt am Pfingstmontag leichten Auftrieb gegeben. Ein Zahlungsausfall der USA und vermutlich negative Folgen für die Weltwirtschaft sind damit wohl in letzter Minute vermieden worden.

Gedämpft wird die Stimmung der wenigen Anleger aber von schwächeren Konjunkturdaten aus China. Aufgrund der Feiertage in einigen europäischen Ländern sowie in den USA läuft der Handel in sehr ruhigen Bahnen.

Der Dax konnte seine Anfangsgewinne sowie die Marke von 16.000 Punkten nicht halten und notierte zuletzt 0,01 Prozent höher bei 15.985,90 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex im Schlepptau der starken US-Börsen um 1,2 Prozent zugelegt und damit seinen Wochenverlust auf 1,8 Prozent verringert. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte am Montag um 0,10 Prozent auf 27.017,77 Zähler zu. Für den EuroStoxx 50 ging es um rund 0,1 Prozent nach unten.

Aus Unternehmenssicht sind neue Nachrichten feiertagsbedingt sehr rar gesät. Im Anlegerfokus stehen vor allem die Aktien von Borussia Dortmund nach der unerwartet vergeigten Deutschen Meisterschaft des Fußball-Bundesligisten. Der verpasste Titel stürzte nicht nur die Fans in tiefe Trauer, sondern sorgte auch bei den Anlegern des Clubs für Ernüchterung: So brach das BVB-Papier um knapp 29 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat ein. In der Vorwoche hatten die Anleger in der festen Hoffnung auf die Meisterschaft bereits vorgefeiert und die Aktie innerhalb von fünf Handelstagen um 32 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit Herbst 2021 getrieben.

Die Aktien von Talanx verteuerten sich um 1,0 Prozent. Der Versicherungskonzern übernimmt für umgerechnet rund 1,38 Milliarden Euro das Lateinamerika-Geschäft vom US-Versicherer Liberty Mutual Insurance. Der Kauf umfasst demnach das Privatkundengeschäft von Liberty in Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador und weist ein Bruttoprämienvolumen von umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro auf.